Einer flog über das Kuckucksnest

Einer flog über das Kuckucksnest

von Dale Wasserman nach dem Roman von Ken Kesey
Deutsch von Ingeborg von Zadow
Choreografie: Samir Akika / Unusual Symptoms
Eine Koproduktion mit dem Schauspielhaus Bochum / Renegade

„Ich lebe im Irrenhaus / Und weiß nicht warum / Viele Menschen leben nicht im Irrenhaus / Und wissen auch nicht warum.“ (Ali Jalaly) — Mit seinem Roman „Einer flog über das Kuckucksnest“ verarbeitete der Schriftsteller Ken Kesey Anfang der 1960er-Jahre seine Erlebnisse als Aushilfspfleger und Teilnehmer eines von der CIA betriebenen psychiatrischen Forschungsprojekts zu einer Parabel über die Mechanismen totalitärer Gesellschaften. Die Geschichte des simulierenden Draufgängers McMurphy, der sich einer drohenden Gefängnisstrafe durch freiwillige Einlieferung in die Psychiatrie entzieht und dort mit der so komischen wie erbarmungslosen Realität eines Systems von Überwachung und Strafe konfrontiert wird, traf den Zeitgeist amerikanischer Gegenkultur zwischen Vietnam und Watergate und erlangte spätestens mit der Verfilmung durch Miloš Forman Weltruhm. Mit Tänzern des Bochumer Street Dance-Labels Renegade und seiner eigenen Kompanie transportiert Samir Akika den antiautoritären Gestus des Stoffes in eine absurd-tragische Choreografie zwischen Revolte und System.

Choreographie Samir Akika
Bühne und Kostüme Nanako Oizumi
Musik jayrope
Licht Frédéric Dautier
Dramaturgie Annelie Mattheis, Gregor Runge

Foto: Jörg Landsberg

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